Monique Jeandupeux
Lehrperson Volksschule
« Toute histoire a une fin, mais dans la vie, chaque fin annonce un nouveau départ. »
Monique Jeandupeux geht nach 24 Jahren an der NMS in Pension. In diesen 24 Jahren hat sie massgeblich dazu beigetragen, die Volksschule NMS Bern zu prägen und in die Zukunft zu führen. 24 Jahre sind eine beachtliche Zeit: Das sind mehrere Zehntausend Arbeitsstunden, die sie für die NMS Bern geleistet hat, und mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler, die von ihr unterrichtet, begleitet, beraten und geprägt wurden.
Monique Jeandupeux’ Geschichte mit der NMS hat aber schon viel früher begonnen: Sie besuchte das Lehrerinnenseminar NMS Bern. Diese Ausbildung hat sie gewählt, weil die Arbeit mit jungen Menschen so sinnstiftend und nachhaltig ist. «Mit dem Eintritt ins Lehrerinnenseminar ging mir eine ganz neue Welt auf: Ich durfte eine umfassende Bildung geniessen, darunter besonders auch die Künste entdecken und erfahren, wie wohltuend es als Schülerin ist, die gelebten Werte der NMS Bern zu erfahren.» Nach Abschluss der Ausbildung am Lehrerinnenseminar übernahm Monique Jeandupeux verschiedene Stellvertretungen und belegte dazu am Sek-Lehramt der Universität Bern die Fächer Deutsch, Französisch, Geschichte und Musik.
Es folgten Jahre fern der NMS Bern: Die Begeisterung für die Künste führte Monique Jeandupeux zu der Schule für Gestaltung, danach folgte eine längere Anstellung an der Heimschule Victoria Stiftung in Richigen, wo sie mit Kindern und Jugendlichen mit komplexen Bedürfnissen und besonderem Unterstützungsbedarf arbeitete – als Lehrerin und als Schulleiterin. Sie sammelte in diesen Jahren prägende Erfahrungen für ihre weitere berufliche Zukunft.
Parallel dazu wuchs die eigene Familie und Monique Jeandupeux suchte sich eine Arbeitsstelle, die näher an ihrem Wohnort war und die Familie und Beruf besser vereinbaren liess. Wo sie ihre Erfahrungen, ihr Fachwissen und ihre Werte einbringen konnte. Wie es das Leben so wollte: Die passende Stelle war an der NMS Bern bereit: Monique Jeandupeux kehrte zurück an die NMS und führte als Lehrerin fort, was sie als Schülerin am Lehrerinnenseminar erlebt und erfahren hatte: Mit viel Herzblut und Engagement widmete sie sich in den folgenden 24 Jahren dem Unterricht, den Schülerinnen und Schülern, dem Kollegium, der gesamten NMS Bern und ihrer Weiterbildung.
Während ihrer Zeit an der NMS Bern unterrichtete sie auf fast allen Stufen und Niveaus der Volksschule. Mit ihrer hohen Fachkompetenz und Kreativität, die sie beide in ihren abwechslungs- und lehrreichen Unterricht einbaute, fand sie schnell den Zugang zu den Lernenden und bereitete sie sehr gut auf die Anforderungen der nächsten Ausbildungsstufe vor. Mit viel Menschlichkeit, Verständnis, Offenheit und Humor führte sie ihre Klassen,begleitete und förderte die Schülerinnen und Schüler. Monique Jeandupeux brachte sich auch in verschiedenen Weiterentwicklungen von Ausbildungskonzepten aktiv ein: Bei der Einführung der Lernwelt erkannte sie schnell deren Vorteile und setzte diese professionell um. Als es darum ging, an der 4-jährigen Sek das Ausbildungskonzept «Power-Up» zu entwickeln, war sie ein wichtiges Mitglied der Innovationsgruppe. Das Konzept «MSV» (Mittelschulvorbereitung) setzte sie so geschickt um, dass die Lernenden bestens vorbereitet waren auf ihren nächsten Ausbildungsschritt. Die Fächer Französisch und Geschichte lagen Monique Jeandupeux immer sehr am Herzen. So nahm sie massgeblich Einfluss auf die Schwerpunkte, welche in diesen beiden Fächern an der Volksschule NMS Bern gelegt wurden. Mit viel Engagement bereitete sie zudem die Lernenden auf ihren Fremdsprachenaufenthalt vor und wirkte in der Fachschaft Geschichte an der Gesamt-NMS. Dieser Fachschaft verdanken wir viele höchst interessante Projekte.
Neben den Unterrichtsfächern engagierte sich Monique Jeandupeux in Kunst und Musik. So war sie während vieler Jahre das Bindeglied zum Stadttheater Bern und machte der Volksschule NMS Bern viele Austausche und weitere spannende Erfahrungen möglich. Sie sang auch in verschiedensten NMS-Ensembles und half so mit, wichtige Projekte zu realisieren.
Und nun soll das alles vorbei sein? Eine Volksschule ohne Monique Jeandupeux können wir uns gar nicht so recht vorstellen. Wir wissen aber, dass sie sich auf ihren nächsten Lebensabschnitt freut und Pläne schmiedet. Dabei wünschen wir ihr von Herzen viel Freude und Erfüllung.
Ich danke dir, Monique, ganz herzlich für deine grossartige und wertvolle Arbeit mit den Schülerinnen,Schülern und den Eltern, für deine Kollegialität und deine Freundschaft, für dein Engagement und für die hohe Qualität, von der jede deiner Handlungen geprägt ist.
Marianne Lüdi, Rektorin Volksschule