Gymnasium

Abenteuer Wattenmeer: Ergänzungsfach-Reise nach Hamburg

Im Herbst 2023 begaben sich die Lernenden der Ergänzungsfächer Geografie und Geschichte gemeinsam auf eine unvergessliche Exkursion nach Hamburg, wo u.a. auch ein Tag am Wattenmeer auf sie wartete. Trotz garstiger Bedingungen, die der Wind und das Wetter ihnen entgegenschleuderten, wagten sich die «Verrückten aus der Schweiz» bei Ebbe mutig hinaus auf den kalten und matschigen Meeresboden.

Es schien, als ob sich auch die Lebewesen im Watt vor der Kälte zurückgezogen hätten, aber unsere Wattführerin Gabi schaffte es dennoch, für uns den einen oder anderen Wattwurm auszugraben und uns mit spannenden Erzählungen bei Laune zu halten.

So konnte die tapfere Gruppe trotz allem die raue Schönheit dieser einzigartigen Umgebung im UNESCO-Welterbe geniessen und kehrte am Ende des Tages erschöpft, aber erfüllt von neuen Eindrücken und Erinnerungen zurück in die Hansestadt Hamburg.

Patrik Zeller
Lehrperson Gymnasium

Gipfeltreffen: Lernen am Jungfraujoch

Eine Geografie-Exkursion führte die Lernenden unserer drei Primen (GYM4) zum höchsten Bahnhof Europas auf der "Jungfrau Top of Europe" sowie zur dortigen Forschungsstation. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen – nasses und windiges Wetter – bot der Tag einzigartige Einblicke in die verschiedenen Facetten dieser faszinierenden Destination.

Unsere Schüler*innen hatten die Gelegenheit, bei drei informativen Führungen mehr über den Tourismus und die wissenschaftlichen Aktivitäten auf dem Jungfraujoch zu erfahren.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Besuch des Hochalpinen Forschungszentrums. Hier werden wichtige Daten zu Umwelt, Klima und Wetter gesammelt. Anhand der Veränderungen des Aletschgletschers und des Permafrosts wird der fortschreitende Klimawandel dokumentiert.

Der Besuch auf dem Jungfraujoch war nicht nur lehrreich, sondern auch inspirierend. Die Klassen konnten aus erster Hand erfahren, wie wissenschaftliche Forschung in einer extremen Umgebung durchgeführt wird und welche Auswirkungen der Klimawandel auf diese empfindlichen Ökosysteme hat.

Sandra Junker
Lehrperson Gymnasium und Fachmittelschule

Patrik Zeller 
Lehrperson Gymnasium

Step by step zur Berufs- und Studienwahl

«NMStep» ist das Berufs- und Studienwahlkonzept unseres Gymnasiums. Immer im März erleben die Tertia-Klassen (GYM2) den ersten «NMStep-Tag» (NMStep1). Ehemalige Schüler*innen des Gymnasiums kommen an diesem Tag zurück an die NMS, blicken zurück auf ihre eigene Zeit am Gymnasium, berichten von ihrem Berufs- bzw. Studienwahlprozess und teilen ihre Studienerfahrungen mit den Gymnasiast*innen. Es gibt viel Raum für persönliche Begegnungen und Gespräche. Am Schluss des Tages schreiben die Schüler*innen einen Brief an ihr zukünftiges Ich. Ganz am Schluss ihrer Ausbildung, an der Maturafeier, erhalten sie ihn wieder zurück.

Hier zwei Stimmen zu diesem Tag:

«Der persönliche Austausch mit den Studentinnen und Studenten hat mir am besten gefallen. Ich konnte mich individuell mit Studierenden aus unterschiedlichen Fachrichtungen unterhalten und meine Fragen in Ruhe stellen. Die Gespräche waren für mich wichtig und lehrreich.“

«Mir hat es am besten gefallen, mit den Leuten zu reden, welche an der NMS waren und dann von ihrem weiteren Lebensweg erzählt haben. Zudem fand ich es toll, den Brief für mein zukünftiges Ich zu schreiben.»

Daniel Probst
Lehrperson Gymnasium

Unterricht ohne Noten? Ein Experiment

Seit über 20 Jahren gibt es am Gymnasium NMS den «fächerintegrierten Ethik-Unterricht» (firE). Dabei arbeitet unser Schulpfarrer und Religions-/Ethiklehrer Daniel Probst projektartig mit Kolleginnen und Kollegen anderer Fächer und deren Klassen zusammen. Das Teamteaching ermöglicht nicht nur die Bearbeitung eines erweiterten Spektrums von Fragestellungen, es lässt auch Platz für didaktische und pädagogische Experimente.

Beim diesjährigen firE-Projekt mit dem Fach Geografie stand zum zweiten Mal das Thema «Migration» im Fokus. Diesmal aber mit dem Versuch, ohne Noten auszukommen.

Dazu wurde der Lernprozess in drei Phasen unterteilt:

  1. Erarbeitung von Grundlagen (mit globalen und lokalen Aspekten) sowie Fachbegriffen,
  2. interessengeleitete Vertiefung in eines von acht Modulen mit anschliessendem Austausch,
  3. persönliche Begegnungen und Gespräche. 

Die Module konfrontierten mit konkreten Fallbeispielen und forderten eine Auseinandersetzung mit Themen wie «Integration und Ausgrenzung» oder mit der Rolle der Religion. Zudem wartete das interaktive Computerspiel «Path Out» darauf, erfolgreich bewältigt zu werden. Die Spieler*innen mussten dabei den gefährlichen Weg aus dem Kriegsland Syrien in die Türkei meistern.

Im persönlichen Austausch mit Schüler*innen einer Klasse aus dem Brückenangebot der BFF erfuhren unsere Tertianer*innen viel von den spezifischen Herausforderungen, mit denen die Jugendlichen, die z.T. als unbegleitete minderjährige Asylsuchende in die Schweiz gekommen sind, konfrontiert sind.

Kann Unterricht ohne Noten funktionieren? Offensichtlich ja, wie das nachstehende Zitat aus den Auswertungskommentaren der Lernenden belegt. Es steht exemplarisch für die Rückmeldungen aus allen drei Tertia-Klassen:

«Für mich war dieser Block sehr lehrreich und ich denke, ich habe mehr gelernt, als wenn wir einfach […] für eine Prüfung hätten auswendig lernen müssen. Ich habe so auch nicht nur zum Thema Migration etwas gelernt, sondern auch viel durch die Gespräche mit fremden Menschen. Ich musste mich trauen, ihnen Fragen zu stellen. Mir ist klar, dass Schule ganz ohne Noten am Gymnasium momentan wahrscheinlich schwierig ist, aber es war eine tolle Abwechslung.»

An diesem firE-Projekt waren folgende Lehrpersonen beteiligt: Sandra Junker (Geografie), Daniel Probst (Religion/Ethik) und Patrik Zeller (Geografie).

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