Im zweiten Ausbildungsjahr steigen die Lernenden in das Lernmodell „Weissenstein“ ein. Das Modell lehnt sich an die Anforderungen und den Arbeitsrhythmus auf der Tertiärstufe an. Von da an sind mehrere Wochen Erarbeiten und Repetieren ohne Lernzielkontrollen vorgesehen. Die Überprüfung der Lernziele findet im Anschluss daran in einer separaten Woche ohne Unterricht statt.

Nach der FMS 1 wird der Anforderungsgrad an Selbständigkeit und Eigenverantwortung stetig erhöht. Deshalb wird ab der FMS 2 in dem von der NMS entwickelten Weissensteinmodell gelernt. Das Modell bereitet auf die Ausbildung an Höheren Fachschulen und Fachhochschulen vor, im Fokus steht besonders das selbständige Lernen. Verschiedene Elemente ergänzen dieses Modell zur Unterstützung der Lernenden optimal. Daraus ergibt sich auch ein attraktiver Rhythmus, der den Schulalltag belebt. Alle Lernsituationen fördern die Anwendung von unterschiedlichen fachlichen und überfachlichen Kompetenzen.

Das Lernarrangement der FMS 2 auf einen Blick

  • Modell Weissenstein, 4 Lernblöcke, 4 Testwochen
  • 3 Wochen Selbstlernphasen
  • Spezialwochen und Spezialanlässe
  • Freiwillige Zusatzkurse in Französisch und Englisch
  • Praktika und Fremdsprachenaufenthalt
  • Die Selbständige Arbeit SA

Im Modell Weissenstein...

  • ... wird das Lernen im Fachunterricht von den Lernzielkontrollen getrennt.
  • ... erhalten die Lernenden zu Beginn eines jeden Fachunterrichtsblocks die Lernziele.
  • ... wird den Lernenden in jeder Fachunterrichtswoche Zeit zur Verfügung gestellt, um in betreuten «PLUS»-Lektionen den Unterrichtsstoff anhand der Lernziele aufzuarbeiten und zu repetieren.
  • ... schliessen die Lernenden den Fachunterricht mit einer Testwoche ab, in der alle Lernzielkontrollen stattfinden.
  • ... wird die Unterrichtszeit in einigen Fächern in Blöcke von vier Wochenlektionen in nur jeder zweiten Unterrichtseinheit eingeteilt.

Die Selbständigkeit wird in den Selbstlernphasen

... gezielt gefördert und (heraus)gefordert.

  • Es gibt in diesen Wochen keinen Fachunterricht, stattdessen lösen die Schülerinnen und Schüler selbständig Lernaufträge aus verschiedenen Fächern und interdisziplinär.
  • Insgesamt sind acht Selbstlern-Wochen in die Ausbildung integriert.
  • Der Start erfolgt mit einem einwöchigen Block, der erste Erfahrungen ermöglicht und Massnahmen für die folgenden SL nahelegt.
  • Später sind zweiwöchige Blöcke in den Jahresverlauf eingebettet.

 

 

In zusätzlichen Kursen in Französisch und Englisch erhalten die Lernenden Gelegenheit, sich auf die europäisch anerkannten Prüfungen DELF (Diplôme d'Etudes en langue française) und FCE (First Certificate in English) vorzubereiten.

Der Informatikunterricht trägt dazu bei, die überfachlichen Kompetenzen im IT-Bereich zu sichern.

In den verbleibenden sechs Wochen Praktika werden Impulse für die Persönlichkeitsentwicklung und die Berufsfindung gegeben. Drei Wochen sind für einen Fremdsprachenaufenthalt vorgesehen, die restlichen drei Wochen sind für berufsspezifische Praktika reserviert.

Gegen Ende der Ausbildung starten die Lernenden mit der Selbständigen Arbeit SA. Sie stellen damit ihre Fähigkeit unter Beweis, einen eingegrenzten Themenbereich zu durchforsten, eine Fragestellung zu einer Forschungsaufgabe zu verdichten, diese durchzuführen, auszuwerten und deren Resultate zu interpretieren.