Geschichte der NMS
1851
Gründung der NMS als freie evangelische Schule «Neue Mädchenschule». Der Unterricht der ersten 63 Schülerinnen der 5 Primar- und Sekundarklassen findet in gemieteten Räumen an der Marktgasse 80 statt.
1853
Eröffnung des Lehrerinnenseminars. In den ersten 70 Jahren seines Bestehens bildete das Lehrerinnenseminar der NMS 40% aller im Kanton Bern ausgebildeten Lehrerinnen aus.
1877
Vier Jahre nach Entstehen des ersten Froebel- Kindergartens in Thun eröffnet die NMS den ersten Froebel-Kindergarten in der Stadt Bern mit 45 Kindern.
1872 - 1875
Bau des Hauptgebäudes am Waisenhausplatz. Die NMS besitzt ihr erstes eigenes Schulgebäude.
1895
Die NMS bildet durch die Eröffnung eines Kindergärtnerinnenseminars die ersten Kindergärtnerinnen im Kanton Bern aus.
1930
Das neue Angebot «Fortbildungsklasse» (10. Schuljahr) stösst auf eine positive Nachfrage.
1960
Alle Schülerinnen und Schüler der NMS kommen nach langjährigem Einsatz der Schulverantwortlichen neu auch in den Genuss von kantonalen Stipendien.
1967 - 1970
Planungs- und Ausführungsarbeiten einer eigenen Turnhalle im Altenberg.
1974
Der Kanton Bern richtet an die NMS regelmässige Staatsbeiträge in der Grössenordnung von 30-40 % aus.
1985
Eröffnung der neuen Abteilung «Diplommittelschule» mit 1 Klasse. Im deutschsprachigen Kt. Bern befindet sich bisher nur eine DMS, die DMS Marzili.
1987
Erstmals werden in allen neuen Klassen auch Knaben bzw. Burschen aufgenommen. Im Kanton Bern schliesst damit die letzte Mädchenschule ihre Tore.
Eröffnung der neuen Abteilung «Berner Seminar für Erwachsenenbildung», die im Altbau Aarhof untergebracht wird. 1994 zieht die Abteilung in eigene Räumlichkeiten an der Aarbergergasse 5 und 1997 wird die Abteilung auch juristisch verselbständigt.
1985 - 1987
Erwerb, Um- und Neubau des Aarhofs. Der Übungskindergarten (städtisch) und die Klassen der Primarstufe werden in die grüne Oase am Aareufer umgesiedelt. Die NMS erhält im Neubau einen umfangreichen eigenen Fachraumbereich für TTG (textiles und technisches Gestalten).
1992
Die NMS schliesst mit der Evangelischen Gesellschaft ( heute Evangelisches Gemeinschaftswerk) einen langfristigen Mietvertrag über die schulische Nutzung des sorgfältig renovierten Gebäudes an der Nägeligasse 9 ab, das somit zum dritten räumlichen Standbein wird. Erstmals wird der Schülerschaft in unmittelbarer Nähe des Hauptgebäudes ein Aufenthaltsraum zur Verfügung gestellt.
1993
Die Klassen der Diplommittelschule und der Fortbildungsabteilung werden auf der Grundlage eines neuen Ausbildungskonzeptes zu einer Abteilung, der Fortbildungs- Berufswahl- und Diplommittelschule, zusammengeschlossen.
1995
In der Seminarübungsschule wird ein neuer Klassenzug eröffnet, die 7. und 8. Klasse (Sexta und Quinta) der gymnasialen Eingangsstufe (früher Pro- oder Untergymnasium). Damit wird an der NMS auch der Besuch eines Langzeitgymnasiums möglich.
1996
Die Schweizerische Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) anerkennt auf Antrag der Erziehungsdirektion die Diplome der zweijährigen DMS.
Das Budget der NMS überschreitet die 10 Millionengrenze.
1997
Eröffnung eines Gymnasiums mit einer Quartaklasse. Die Schwerpunktfächer Pädagogik/Psychologie, Musik, Gestalten und Biologie/Chemie werden ab Tertia angeboten. Der Regierungsrat beschliesst am 27.2., dass der NMS Bern eines der fünf im Kanton Bern geplanten neuen tertiären Institute für die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften für den Kindergarten- und die Primarstufe angegliedert werden soll. Das neue Institut soll auf eine Grösse für 140-180 Vollzeitstudierende angelegt werden.
Letztmalige Aufnahmen in das Lehrerinnen- und Lehrerseminar.
1998
Abschluss einer Leistungsvereinbarung 1998- 2000 mit der Erziehungsdirektion des Kantons Bern. Neben dem Globalbudget wird darin auch der Subventionsansatz von 60% für das Gymnasium festgehalten.
Die Gesamtzahl der Lernenden in den 5 Abteilungen, Lehrerinnen- und Lehrerseminar, Kindergärtnerinnen- und Kindergärtnerseminar, Fortbildungs- Berufswahl- und Diplommittelschule, Gymnasium, Volksschule (Seminarübungsschule), reicht an die Tausendergrenze.
Zwischen Mai und Oktober wurde das Hauptgebäude am Waisenhausplatz mit einem Rahmenkredit von 8,7 Mio. Franken einer Totalsanierung unterzogen.
Erstmalige Diplomabgabe nach dreijähriger DMS-Ausbildung, die inzwischen ebenfalls schweizerisch anerkannt ist.
Mit dem mietweisen Bezug des Schulgebäudes an der Grabenpromenade erhält die NMS zeitlich befristet ein viertes räumliches Standbein.
1999
Letztmalige Aufnahmen in das Kindergärtnerinnen- und Kindergärtnerseminar.
2001
Eröffnung des neuen tertiären Instituts für die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften für den Kindergarten- und die Primarstufe.
Erste Abgabe von (kantonal und schweizerisch) anerkannten Maturitätszeugnissen.
150 Jahre NMS: Das Schuljahr 00/01 wird zum Jubiläumsjahr.
2002
Patentierung der letzten seminaristisch ausgebildeten Lehrkräfte.
Eine Schuldelegation aus Beijing besucht die NMS.
2003
Direktor Ernst Preisig, wird als Gründungsrektor an die Pädagogische Hochschule des Kantons Thurgau berufen und verlässt die NMS nach 20-jähriger Tätigkeit. Annette Geissbühler wird zur neuen Direktorin der NMS gewählt. Es ist dies ohne Zweifel eine historische Wahl, wurde doch erstmals in der langen Geschichte der NMS einer Frau die Leitung de NMS übertragen.
2004
Die Turnhalle Aarhof ist neu im Besitz der NMS. Der letzte Gebäude in der Anlage Aarhof gehört nun auch der NMS.
Das Projekt „LernBar" hat seinen Einstieg geschafft. Hierbei handelt es sich um ein Angebot für Lern- und Arbeitstechnik sowie Prüfungsvorbereitung und Nachhilfeunterricht. Es richtet sich vor allem an externe Schülerinnen und Schüler und ist in seiner Form auf Einzel- oder Kleingruppenunterricht ausgerichtet.
2005
Kaum begonnen, wird die neue Lehrerinnen- und Lehrerbildung im Kanton Bern wieder umgestaltet. Der Grosse Rat hat entschieden, dass ab Herbst 2005 die LehrerInnenausbildung an einer Pädagogischen Hochschule stattfindet und nicht mehr „der Universität Bern angegliedert" sein wird. Mit deutlich weniger finanzieller Unterstützung und „angegliedert" an die PH Bern soll das Institut Vorschulstufe und Primarstufe (IVP NMS) dafür ein eigenes Profil entwickeln dürfen. Die zu erbringenden Leistungen und ihre Abgeltung werden in einem Leistungsvertrag neu mit der PH Bern und nicht mehr mit der Erziehungsdirektion geregelt. In konstruktiv verlaufenen Verhandlungen konnte ein befriedigendes Resultat erzielt werden. Das neue Profil des IVP NMS sieht Schwerpunktbildungen in den Bereichen Musik, Gestalten, Sport sowie in der Bildung für nachhaltige Entwicklung/Wertorientierung/ vor.
Meret Award Gestalten: Die Gestaltungslehrpersonen der NMS haben den Traum einer Preisverleihung im Bildnerischen und Technisch/Textilen Gestalten verwirklicht.
2006
Hochwasser im Aarhof: Kaum hatte das Schuljahr 2005-06 begonnen, ist die Aare über die Ufer getreten. Dank grossem Einsatz der Hauswarte und zahlreichen Lehrpersonen, die sich u.a. für eine Hochwasserwache haben einsetzen lassen, ist es gelungen, den Schaden auf ein Minimum zu reduzieren. Die geleisteten Stunden haben sich ausbezahlt: Es bleiben für die NMS praktisch keine Schadenskosten: Die Versicherungen haben die nahezu Fr. 300'000.-übernommen und unserer Institution wegen raschem und effektivem Handeln sogar ein Lob ausgesprochen.
